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hr leadership
10/06/2020

Führung und Arbeit

Monika Kolb

Wie werden wir wohl in den neuen 20er Jahren leben, arbeiten und Wirtschaftspolitik gestalten? Bei diesen Fragen ist es wichtig im Hinterkopf zu behalten: nichts ist festgeschrieben. Ja, wir tragen die Vergangenheit mit uns herum. Aber die Geschichte der 2020er ist noch nicht geschrieben. 

Es liegt an uns, wie wir sie gestalten. 

Unsere Arbeitsrealität hat sich in den letzten Jahren tiefgreifend verändert. Dies ist maßgeblich getrieben von Innovationen in Technik und Wirtschaft. Robotic, Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden wahrscheinlich nahezu alle Berufsgruppen erfassen und ein gänzlich neues System des Arbeitens und Wirtschaftens entstehen lassen. Bereits jetzt sind neue Formen von Arbeit möglich: Home Office, Co-Working Spaces, Zusammentreffen in virtuellen Räumen. Anwesenheitspflicht im zentralen Büro bei wissensbasierten Jobs scheint da fast schon überholt zu sein. Technische Innovationen machen vielleicht auch das Prinzip der Lohnarbeit und Festanstellung überflüssig, es sind bereits viele Zwischenformen zwischen Angestellten und Selbstständigen Arbeit entstanden. Die Vorstellung, sich in einem Beruf ausbilden zu lassen und diesen ein Leben lang in einem sozialversicherten Arbeitsverhältnis bei einem Arbeitgeber auszuüben, ist bereits heute überholt. 

Viele Arbeiten werden in Teams mit wechselnder Zusammensetzung aus internen und externen Experten, welche sich häufig nur virtuell verständigen, abgewickelt. Dies führt auch zu dem Ende einer hierarchischen und machtbasierten Führungskultur. 

Was für manche bereits Realität und Alltag ist, ist für andere Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch Zukunftsmusik. 

Auf der einen Seite herrscht eine große Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten der neuen Arbeitsformen, den Anforderungen von Mitarbeitenden an die Arbeitswelt, den Arbeitsbestimmungen und dem Arbeitsalltag in Organisationen. 

Auf der anderen Seite wird das Ermöglichen flexibler Arbeitsformen, interkultureller und transdisziplinärer Zusammenarbeit, starker Selbstorganisation und selbstgesteuertes Lernen zu einer wichtigen Voraussetzung für erfolgreiche Unternehmen. 

Diese neue flexible und fluide Form des Arbeiten benötigt natürlich eine Anpassung der Arbeitspolitik, aber auch eine neue Führungskultur und gute Bildung. 

Benötigt werden gesellschaftliche und organisatorische Innovationen, die den neuen Realitäten entsprechen. 

Die zentralen Fragestellungen sind daher

1.)  Wie können wir Arbeit und insbesondere Führung auf eine innovative Weise organisieren, um die gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen aktiv zu gestalten?

2.)  Wie können wir Bildung und insbesondere berufliche Weiterbildung so gestalten, dass sie flexibel, selbstgesteuert und bedarfsgerecht ist?

Beiden Fragen stellen wir uns hier und freuen uns über die gemeinsame Gestaltung der Zukunft mit Ihnen. 

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